Gartentipps

Jeden Monat gibt euer Fachberater Dominic Kraft wertvolle Hilfestellung für die sinnvolle Arbeit im Garten, im Einklang mit der Natur. Alternativ finden sich auch einmal mahnende Worte, sollte das Fehlverhalten einiger Pächter das nötig machen. Nichtsdestotrotz eine informative Kolumne für alle unsere Mitglieder.

Illegale Objekte im Kleingarten

Hallo Kleingärtnerinnen,
in letzter Zeit häufen sieh (mal wieder), das Bauen irgendwelcher nicht genehmigter Anbauten bzw. Überbauten das Aufstellen von riesigen Trampolins bzw. Swimmingpools, die das Herz jeden Hausbesitzers für seinen Garten hoch schlagen lassen würde.

Nun ist es aber so, dass wir unser Gelände von der Stadt Mannheim überlassen bekommen haben (gepachtet über den Bezirksverband) und an die Kleingartenordnung der Stadt Mannheim gebunden sind. In dieser ist so alles aufgeführt, was Mann bzw. Frau bzw. Divers darf und was verboten ist. Diese Kleingartenordnung kriegt jeder Pächter mit dem Pachtvertrag ausgehändigt, und er bzw. sie oder es bestätigt damit, sich daran zu halten. Was natürlich voraussetzt, dass man diese auch liest und sich daran hält.
Nun machen wir vom Vorstand in regelmäßigen Abständen Begehungen, kriegen anonyme Hinweise bzw. unsere Obleute (die im übrigen monatlieh die Verbandszeitschrift austragen, dafür ein großes Danke), sehen Sachen, die nicht in den Kleingarten gehören.

Nun sind wir als Vorstand gefordert, dafür zu sorgen, dass die illegalen Bauten wieder entfernt werden. Und trotz aller Überredungskünste, versuchter Schmiergeldzahlungen, Beschimpfungen, Verfluchungen usw. bleiben wir dabei: „es muss zurückgebaut werden“. Und falls jemand meint, er muss es nicht machen, so wird der- die- desjenige gekündigt, und dies mit der Unterstützung vom Bezirksverband.

Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, lest einfach die Kleingartenordnung durch oder kommt in die Sprechstunde, die ab 08.06.2020 wieder stattfinden darf.

Wissenswertes über Rosen

Heute will ich Euch etwas über Rosen näher bringen. Als erstes räumen wir mal mit dem Gerücht auf, Rosen haben Dornen. Dies stimmt nämlich nicht, es sind Stacheln. Um den Unterschied zu erkennen, müsst Ihr nur mal probieren, ob sich diese Ausstülpungen vom Stängel entfernen lassen wie bei Rosen. Dornen sind richtig mit der Oberhaut verwachsen, z.B. Feuerdorn. Es gibt unzählige Sorten; diese aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Für alle Gartenrosen gelten folgende Schnittregeln. Alle durch Krankheiten, Verletzungen oder Frost geschädigten, bräunlichen Triebe werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten.

Dünne und schwache Triebe sind ebenfalls am Triebansatz zu entfernen. Starker Rückschnitt der Rosen, bei dem man nur wenige Knospen stehen lässt, diese nennt man Augen, fördert längere und stärkere Triebe.
Der Schnitt wird leicht schräg angesetzt und etwa 5mm oberhalb der Knospe durchgeführt. Die so geförderten Knospen sollten vom Strauchinneren weg nach außen zeigen.

Dann achtet auf den Standort und den richtigen Boden, dann kann der Blütenpracht (die oftmals zweimal im Jahr den/die Gärtner erfreut), nichts mehr im Wege stehen.

Bleibt gesund, bis zum nächsten Mal.

Das Vertikutieren

Heute will ich Euch die Vorgehensweise beim Vertikutieren erklären. Durch das Vertikutieren werden mit Hilfe kleiner Messer, die senkrecht rotieren, das vorhandene Rasenfilz bzw. bestehende Moosschichten herausgezogen.

Am besten, man düngt den vorhandenen Rasen Ende März bzw. Anfang April mit einem Rasendünger. Dann wartet man 10 bis 14 Tage und gibt der Rasenpflanze Zeit, die Nährstoffe aufzunehmen und sich nach dem Winter zu kräftigen. Sollte man keinen Vertikutierer besitzen, könnten ihr euch diesen in verschiedenen Baumärkten ausleihen.

Nun achtet darauf, dass die Messer nicht zu tief in den Boden gehen, 1 bis maximal 2cm reichen. Der Boden darf nicht zu trocken und auch nicht zu nass sein, leicht feucht ist optimal. Dann bearbeitet man die Rasenfläche einmal längs und einmal quer. Sollte der Rasen stark verfilzt bzw. vermoost sein, kann man diesen noch einmal vertikal bearbeiten. Zwischendurch und zum Schluss nimmt man den Rasenfilz gründlich auf und entsorgt diesen. Man erschrickt manchmal, weil danach vom Rasen nicht mehr viel zu sehen ist.

Danach wird nachgesät und abgesandet. Dazu nimmt man Rheinsand 0-2mm ca. 2-3l/qm und verteilt diesen gleichmäßig auf der Rasenfläche. Dies verbessert die Belastbarkeit, die Durchlässigkeit des Bodens und hilft bei der Zersetzung der Rasenfilzschicht.

Nicht nur in Zeiten der Coronakrise gibts nur eins was wirklich zählt: Gesund bleiben!